Einsatz von Mentoren

Bei den Schulabgängern beobachten wir eine wachsende Heterogenität in qualifikatorischer und soziokultureller Hinsicht. Zur Absicherung des Fachkräftebedarfes ist eine Einbindung der bislang vernachlässigten Gruppen (Hauptschüler, Altbewerber) notwendig.
Für Hauptschüler stellen die Übergänge zwischen allgemeinbildender Schule, teilqualifizierenden beruflichen, vollzeitschulischen oder staatlich geförderten Ersatz-Bildungsgängen und Berufsausbildung besonders sensible Phasen dar. An diesen Nahtstellen wollen wir regionale Mentorensysteme installieren. Die entsprechenden Träger stimmen sich mit der zuständigen Arbeitsagentur ab und vernetzen sich mit der Ausbildungsagentur Passgenau.

Mentoren-in-der-Ausbildung

Die Mentoren halten insbesondere in den sensiblen Phasen der Übergänge Kontakt zu den Jugendlichen und helfen ihnen beim Sprung in den nächsten Bildungsabschnitt. Diese Mentoren können ehrenamtlich arbeitende Berater sein. Dazu kooperieren wir mit dem Senior Experten Service, das in Dresden einen Standort besitzt und mit dem JOBSTARTER-Projekt VerA bereits erfolgreich gegen Ausbildungsabbrüche wirkt.

Zusätzlich wollen wir mit regionalen Argen ein flankierendes Projekt initiieren. Zielgruppe sind Hauptschüler, die in so genannten Bedarfsgemeinschaften leben, also mit Hartz4 in der Familie konfrontiert sind. Speziell diesen Jugendlichen fehlt es an Unterstützung aus dem familiären Umfeld beim Einstieg in das Berufsleben. Sie erhalten eine regelmäßige Beratung durch einen festen Coach, Lernhilfen, Unterstützung bei der Berufsorientierung und der Suche nach Praktikumsbetrieben, Hilfe bei Bewerbungen und Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche sowie eine Begleitung während der ersten drei Monate des Ausbildungsverhältnisses.